Hallo Ihr Liebem,
ich sitze in der Wüste und es regnet. Ideal, um den Blog zu aktualisieren. ;-)
Also, vom Wetter her war das echt eine SEHR abwechslungsreiche Woche und das Wetter hat dann auch die Inhalte und ein Stück weit die Stimmung geprägt.
Grundsätzlich: ein Monat reicht einfach hinten und vorne nicht, um alle tollen Orte in Australien zu sehen. Und weil der Kontinent so riesig ist, musste ich auch echt überlegen, wohin ich reise und wie ich dort hinkomme. Das ist ja absolut vergleichbar, wie wenn man Europa in einem Monat sehen möchte - inklusive Athen, Barcelona, Rom, London und Stockholm.
Ich wollte es mir z.B. möglichst lange offenhalten, am Great Barrier Reef tauchen zu gehen. Das hab ich dann irgendwann doch wegpriorisiert. Die Zeit reicht einfach nicht, die Liveaboards fahren alle von Cairns ganz im Nordosten ab und dann war es mir doch wichtiger, den Uluru und die Südküste zu sehen. Zumal die Wetterprognose für die Region echt nicht prickelnd war und ist.
Zum Uluru (den wir vermutlich eher unter dem Namen „Ayers Rock“ kennen) wollte ich unbedingt und da vor allem nochmal zum Sterne gucken. Es ist ja auch wieder mitten in der Wüste, also sehr trockene Luft und keine Luftverschmutzung. Diesmal auch die richtige Zeit für die Milchstraße. Und aus der Erfahrung mit Chile habe ich ja gelernt, also früh den Mondkalender geprüft. ;)
Neumond ist am 19.03. Für mich etwas zu spät, denn für die Südküste von Australien (Adelaide, Melbourne, Rückweg nach Sydney) habe ich ca. zwei Wochen veranschlagt. Also hatte ich so die Monatsmitte für den Uluru anvisiert und dann beschlossen, vorher noch ein bisschen die Ostküste rund um Brisbane zu bereisen.
Daher bin ich zunächst von Sydney direkt an die bzw. an den Ort Sunshine Coast geflogen und war dort für zwei Nächte. Von da ging es, ebenfalls für zwei Nächte, weiter nach Brisbane. Und von da, ebenfalls für zwei Nächte, nach Byron Bay. Und dann sollte es von dort zurück nach Brisbane gehen, um von dort Richtung Uluru zu fliegen.
Also, Sunshine Coast...
Mei, ich wusste, dass der März für den Bundestaat Queensland, also die mittlere bis nördliche Ostküste, das Ende der Regenzeit darstellt. Meist ist das dann scheinbar wirklich eine Übergangsphase, wo es halt schon noch regnet (auch mal kräftiger), aber oft eben auch trocken und freundlich ist. Aber irgendwie ist der März da dieses Jahr wohl sehr nass und es gab mal wieder n fettes Tiefdruckgebiet.
Sunshine Coast war alles andere als "sunny". Es war permanent grau und vor allem Sonntag (Samstag war Anreisetag, Montag Weiterreise) hat es ab 10 Uhr ohne Unterlass GESCHÜTTET. Nicht geregnet, sondern wirklich geschüttet. Da gewinnt natürlich kein Ort so richtig. Ich war aber am Samstag schon mal ein wenig durch den Ort spaziert und war da schon ganz schön enttäuscht. Ich fand den Ort einfach komplett gesichtslos und für mich hatte er gar keinen Charme. Der Ort scheint wirklich nur wegen dem Strand und den Surfer-Spots zu existieren, ich fand ihn aber so gar nicht nett und gemütlich. Auch kaum nette Cafes oder Restaurants. Einfach alles sehr funktional.
Na ja, hab ich dann eben den letzten Blogeintrag geschrieben und Wäsche gewaschen. Und mir mal wieder ne Erkältung eingefangen. Denn es war so schwül-warm (Luftfeuchtigkeit 91%!), dass man es ohne Klimaanlage / Lüfter dummerweise nicht ausgehalten hat. Und mein Hostelzimmer war so klein, dass man einfach immer im Luftstrom saß oder lag und da bin ich leider echt anfällig... :)
Also, Sunshine Coast... Das war schlichtweg n Reinfall. ;)
Hier trotzdem ein paar Bilder…
Ich war dann ehrlich gesagt echt froh, am Montag von dort wegzufahren. Und war froh, noch wegzukommen. Denn die schweren Regenfälle haben dann auch direkte für deutlich sichtbare Überflutungen gesorgt.
In Brisbane war ich ja im November schon auf dem Zwischenstop zwischen Fiji und Palau. Eigentlich hätte ich da jetzt nicht unbedingt nochmal hingemusst, auch wenn ich die Stadt schon sehr nett fand. Aber sie ist halt doch ne gute Drehscheibe und Zentrum der mittleren Ostküste Australiens. Und ich wusste ja auch, dass ich in Australien doch eher viel Städteleben mitnehmen werde und an der Südküste viele Weingebiete und Strände. Aber eher weniger unberührte Natur. Daher gehe ich stark davon aus, dass ich die heimischen Tiere (v.a. Koalas und Kängurus) eher selten oder gar nicht in freier Wildbahn sehen werde. Und ich wusste, dass es bei Brisbane ein Koala-Sanctuary gibt. Würde das mal als einen Mix aus Zoo sowie Auffang- und Aufzuchtstation beschreiben. Deshalb vor allem war auch Brisbane nochmal ein Ziel. :)
Erneute Bilder von der Stadt erspare ich euch.
Aber das Koala Sanctuary war wirklich cool!
Man hat wirklich viele Koalas gesehen und man kann es nicht anders sagen: Die sind schon wirklich extrem knuffig und süß! :)
Kängurus gab es ebenfalls und die konnte man sogar füttern. Und sie haben immer wieder auch kleinere Infoveranstaltungen durchgeführt, um eben mehr über die Koalas zu erzählen oder um die Greif-Vögel vorzuführen oder oder oder.
Hat sich wirklich gelohnt! Da ich wirklich um die Mittagszeit da war, gab's auch einige Tier, die eher in der Dämmerung aktiv sind und die sich daher eher versteckt haben. Aber macht ja nichts. Hat Spaß gemacht! :)
Überraschenderweise war das Wetter dann auch plötzlich wieder recht schön mit einem angenehmen Sonne-Wolken-Mix. Eigentlich war weiterhin viel Regen angesagt.
Hier mal die Tiere, die es so zu sehen gab.
Highlight waren natürlich die Koalas, das Füttern von Kängurus und irgendwie auch deren Vogelshow.
Man muss wirklich festhalten: Irre, in welchen Positionen Koalas pennen können… Bin glatt etwas neidisch. ;)
Und da einige von euch scheinbar doch sehr erpicht und Koala-Bilder waren, sind das jetzt eher zu viele als zu wenige Bilder. ;)
Gruppenkuscheln beim Pennen (erkennt man nur so mittelmäßig, aber das sind wirklich drei Koalas)…
Und weitere Schlafmützen…
Gab aber tatsächlich auch ein paar wache Vertreter… :)
Weitere Tiere…
Auf dem ersten Bild ein Emu.
Fun Fact: Australien hat 1932 einen „Krieg“ gegen Emus geführt - und verloren!
Man wollte der großen Menge an Emus Herr werden und hat tatsächlich die Armee eingesetzt. Der Munitionsverbrauch (und damit die Kosten) war aber so hoch, dass man das Unterfangen wieder aufgegeben hat. Und so gelten die Emus als Sieger in diesem „Krieg“. ;)
Ein paar Känguru-Arten können scheinbar auch auf Bäume klettern. :o
War schon der beste Blickwinkel…
Und dann gab‘s aber natürlich auch mehr als genug Kängurus am Boden. :)
Die zwei am Wasserbecken haben sogar mal kurz ne Rangelei gestartet. Hatte dem Einen wohl nicht gepasst, dass er nicht mehr alleine schlürfen kann…
Und dann ging es von Brisbane eben noch nach Byron Bay. Das sieht übrigens wieder alles so nah aus... Aber nach Byron Bay waren es drei Stunden Busfahrt. :o
So ziemlich jeder sagt, dass Byron Bay n toller Ort ist. Stimmt auch irgendwie! :)
Schon sehr touristisch. Scheinbar auch n bisschen alternativ und hippie-mäßig, das konnte ich in der kurzen Zeit jetzt weniger bewerten.
Vor allem waren der Tag der Anreise und mein voller Tag dort auch auch mal wieder mit richtig schönem Wetter und strahlend blauem Himmel versehen.
Und dann hab ich mich tatsächlich ziemlich spontan für einen Surf-Kurs angemeldet.
Kann das gar nicht richtig erklären. :)
Mich hat das eigentlich nie gereizt. Aber das Hostel selbst hat schon Surf-Bretter verliehen und hatte ne Partnerschaft mit ner Surf-Schule.
Und irgendwie dachte ich mir dann auch, dass ich doch eigentlich nix zu verlieren habe und ruhig auch mal wieder was ganz Neues ausprobieren könnte. Zumal die Wetteraussicht super war und ich gleichzeitig aber wenig Lust auf nen ganzen Tag Strand hatte.
Und dann hat das auch noch RICHTIG Spaß gemacht... :o :)
Waren eine kleine Gruppe von sechs Leuten, davon fünf Deutsche... :D
Gab natürlich erstmal etwas Theorie und "Trockenübungen" zum richtigen Aufstehen auf dem Brett im Wasser für die ersten 1,5 Stunden. Und dann ging es die zweiten 1,5 Stunden aber ins Wasser.
Ich hatte ja fest damit gerechnet, dass es einfach ultrafrustrierend wird und man es einfach nicht hinbekommt.
Aber tatsächlich bin ich direkt die ersten beiden Male problemlos aufgestanden und die 100m bis ans Ufer auf dem Brett gestanden... :o
Wusste gar nicht, wie mir geschieht. Aber ich hab schon im Theorieteil gemerkt, dass ich doch Einiges vom Skifahren und Downhill Mountainbiken anwenden kann. Denn am Ende kommt es vor allem darauf an, den Körperschwerpunkt richtig zu positionieren und die richtige Haltung einzunehmen für kleinere Wackler auf dem Wasser.
Aber nach den beiden erfolgreichen Versuchen ließ auch schon die Kraft massiv nach und danach bin ich erstmal mehrfach nach maximal 3 Sekunden ins Wasser gerauscht...
Das Problem ist nicht das Surfen selbst. Das Problem ist, mit diesem großen, wind- und wellenanfälligen Brett, sich gegen die Strömung wieder raus ins Wasser zu schleppen. Man musste ja zum Trainer kommen, der einen richtig für die Welle positioniert und auch zuruft, wann man sich aufrichten soll. Und das ins Wasser gehen gegen die wirklich starke Strömung war irre anstrengend. Hab's ganz am Ende nochmal geschafft. Da hat mich dann aber die Welle im Stich gelassen. Die war dann irgendwann einfach weg und dann ging natürlich nix mehr. :)
Hat wirklich Spaß gemacht und mich echt ein bisschen angefixt. Ich glaub, ich werde an der Südküste mal schauen, ob ich nochmal Unterricht nehmen kann. Da sind aber wohl die größeren Wellen und Strömungen. Mal sehen, ob das klappt. :)
War ne tolle Erfahrung!!
Für Fotos oder Videos während des Surfens vom Brett aus hat es leider noch nicht gereicht. ;)
Am Abend von dem Tag bin ich dann noch zum Sonnenuntergang zum Leuchtturm von Byron Bay hoch. Dort befindet man sich gleichzeitig auch am östlichsten Punkt von Australien. :o
Da kommt dann irgendwann 11.500km weiter östlich Huasco in Chile und sonst nichts. Nur Wasser. :o
Lohnt sich, aber natürlich waren da auch wieder ne Menge Leute da. Sicherlich auch, weil für die nächsten Tage wieder schlechteres Wetter angesagt war.
Und sogar mit dem Koala in freier Wildbahn hat es dann doch noch geklappt. :)
Schöne Orte hat man leider selten für sich allein.
Auf der anderen Seite vom Fels und dem Leuchtturm, folgt dann einfach mal der nächste Bilderbuch-Strand. Da kann man wohl auch oft Delfine sehen.
So aber ging es Freitag wieder Richtung Brisbane. Und gleichzeitig gab es Freitag aber wieder so einen krassen Wetterumschwung...
Es hat nicht geregnet, es hat wiedermals in Strömen geschüttet. Und das war an dem Tag echt ein Problem.
Ich tue mich hier in Australien schon auch schwer mit der richtigen Balance aus "früh und damit halbwegs günstig buchen" und "eruieren, wo es eigentlich hingehen soll und einigermaßen die Großwetterlage verstehen". In Züge kann man einfach immer rein ohne Reservierung. Selbst Flüge sind auch kurzfristig noch erstaunlich günstig für deutsche Verhältnisse (5 Tage vorher buchen für 100-150 EUR für nen 2,5h-Flug).
Aber Busse sind manchmal erstaunlich schwierig.
Den Bus zurück von Byron Bay nach Brisbane wollte ich eigentlich schon einige Tage vorher buchen, da waren aber ganz viele für mich gute Zeiten schon weg. Und gleichzeitig hatte (das hier sehr zuverlässige) Google Maps mir einen Bus angezeigt, der zur perfekten Zeit direkt zum Flughafen von Brisbane fährt. Der war aber nirgends zu finden. Daher wollte ich mich in Byron Bay einfach mal erkundigen, aber scheinbar gibt's den Bus so doch nicht. Und so blieb mir nur noch der Bus um 13:30 Uhr und ich wusste, dass er echt bissl knapp ist.
Hinwärts hatte alles super geklappt. Der Bus war sogar 12min früher abgefahren und hatte nur ca. 2h 45min gebraucht statt 3h. So kam ich also 30min früher als geplant in Byron Bay an.
Nun hat's da aber den absoluten Wolkenbruch gegeben... Ergebnis war dann entsprechend, dass der Bus schon 20min später abgefahren ist und dann vor Brisbane auch voll im stockenden Verkehr festhing. Aber am Ende kamen wir nach vier Stunden in Brisbane Downtown an und damit eine Stunde vor Abflug am 20min entfernten Flughafen... Und die Gepäckabgabe schließt wohl 40min vor Abflug.
Ich hab dann aus dem Bus heraus schon ein Uber bestellt, dem Fahrer gesagt, dass es gerne schnell gehen darf... Und bin ich ernsthaft 3min vor offizieller Schließung der Gepäckabgabe angekommen, hab das Gepäck aufgegeben und war 5min später auch die Sicherheitskontrolle durch... :o
Aber ihr könnt mir glauben, ich hab geschwitzt. ;) Und schon mal recherchiert, was mich spätere Flüge kosten würden...
Logistisch war das alles eh schon nicht ideal, aber hinterher ist man ja immer klüger. Mit dem Wissen von jetzt, hätte ich natürlich früher nen Bus buchen sollen, am besten gleich bei Buchung des Fluges (irgendwie hab ich da einfach nicht dran gedacht). An sich wäre es auch sinnvoller gewesen, von Sydney aus nach Byron Bay zu fliegen. Da gibt's nämlich auch nen Flughafen in der Nähe, wusste ich aber nicht. So bin ich nämlich von Sydney nach Sunshine Coast und Brisbane in Queensland geflogen. Dadurch eine Stunde Zeitverschiebung. Und Byron Bay ist zwar nur 150km südlich von Brisbane, gehört aber bereits zum Staat New South Wales so wie Sydney. Und ratet mal, wo die Grenze der Zeitzone verläuft... Geeenau, bin dann also mit der Fahrt nach Byron Bay wieder eine Stunde gesprungen. Und natürlich zurück auf dem Weg nach Brisbane... Aber dann hätte ich vielleicht das schöne Wetter in Byron Bay nicht gehabt und damit den tollen Surfkurs nicht gemacht. Insofern bin ich trotzdem froh, wie es gelaufen ist und es ist ja zum Glück gut ausgegangen.
Ich hab gestern noch Bilder von Byron Bay gesehen. Der Ort ist dann scheinbar noch komplett abgesoffen, das Wasser stand locker nen halben Meter hoch. :o
Und der ganze Stress auch nur, weil ich recherchiert hatte, dass es von Brisbane aus Direktflüge zum Uluru gibt. Joa... Davon war dann irgendwie nichts mehr zu sehen, als ich die Flüge buchen wollte. Direktflüge gab es nur von Cairns, Sydney und Melbourne aus und die waren immer sehr früh. Ich musste also irgendwohin fliegen, dort übernachten und dann weiter. Eigentlich natürlich ne völlig bekloppte Flug-Route. Auch für den Rückflug, da es keinen Direktflug nach Adelaide gibt. Aber wat willste machen ne?! Den Uluru hatte ich mir ganz fest vorgenommen.
Tja und dann...
Komme ich im Outback, also in der Wüste, an pünktlich zum... REGEN... :-(
Ich wollte da vor allem noch mal Sterne gucken. Denn jetzt könnte man wohl auch die Milchstraße sehr gut sehen, noch dazu quasi genau über dem Uluru.
Bis Freitag war es hier wohl komplett sonnig. Seit gestern (meinem Ankunftstag) nahezu komplett dichtbewölkt, mit zunehmender Wahrscheinlichkeit von starkem Regen. Ab morgen soll es wohl sogar akute Überschwemmungsgefahr geben. In der WÜSTE!!! :-(
Mann Mann Mann...
Die Sterne-Tour wurde dann auch wenig überraschend abgesagt. Ich hoffe mal, es regnet jetzt nicht zu stark und ich kann hier morgen problemlos wegfliegen.
Was ich nicht wusste: Das Outback hat wohl wirklich eine Regenzeit, die ebenfalls jetzt im März endet. Und sie hatten hier die letzten Wochen und Monate wohl recht viel Regen. Daher erinnert die Szenerie aktuell gar nicht sooo sehr an eine echte Wüste. Es ist tatsächlich erstaunlich grün. In ein paar Monaten wird das aber wohl wieder ganz anders aussehen und dann hat's hier auch wieder täglich bis zu 45°C. Ist dann vermutlich auch etwas zu viel... :)
Hat mich aber jedenfalls ganz schön genervt und traurig gemacht gestern, dass mein Hauptziel hier nicht klappt. Uluru ist sicherlich mit Abstand der teuerste Stop hier in Australien. Es ist teuer, hierher zu fliegen. Es ist teuer, hier wegzufliegen. Die Unterkünfte sind sehr teuer (aber nett), die Verpflegung ist teuer, Ausflüge und Touren sind teuer. Ist ja auch kein Wunder. Es ist ein Fels mitten im Nirgendwo des Outback. Sie haben hier extra nen Mini-Flughafen hingesetzt und eine Art Hotel-Dorf mit verschiedenen Unterkünften (die aber in gewisser Weise alle zusammengehören), bieten Shuttle-Busse und verschiedene Ausflüge an. Und das ist logistisch natürlich sehr aufwendig mitten in der Wüste.
Hilft alles nichts, nun bin ich hier und habe versucht, das Beste draus zu machen. Und man darf ja auch nicht vergessen: Der Uluru selbst ist schon sehr eindrucksvoll!
Gestern habe ich mir dann ein paar kostenlose Vorstellungen angehört, wie und wovon sich die einheimischen Aborigine-Stämme hier ernährt haben und über ihre Kultur. Und bin auch zu ein paar etwas höher gelegenen Aussichtspunkten in der Nähe der Unterkunft.
Vielleicht muss man dazu erwähnen, dass man den Flughafen und die Hotels in ca. 20km Entfernung vom Uluru aufgebaut hat. Ganz ursprünglich war das alles direkt am Uluru. Aber für die Aborigines ist das ja ein absolut heiliger Berg. Und nach jahrelangem Einsatz haben sie es dann geschafft, dass die moderne Instruktur weiter entfernt aufgebaut wird. Und es hat sicher Jahrzehnte gedauert, bis sie es endlich geschafft hatten, dass man den Uluru seit 2019 nicht mehr besteigen darf. Aber allmählich setzt sich scheinbar auch der Aborigine-Name Uluru mehr und mehr durch.
Ich hab dann heute noch eine Fahrrad-Umrundung gemacht, die war auch echt schön. Von Nahem sieht man die ganzen Strukturen und Höhlen besser und es gibt auch immer wieder Schilder, die die damit verbundenen Sagen der Aborigine schildern. Um die ganze Wucht des Felsen zu erfassen, ist man da aber fest zu nah. Da sind die etwas weiter entfernten Aussichtspunkte sogar besser.
An sich gibt es etwas weiter entfernt noch eine weitere Felsformation, die aber irgendwie nicht ganz so bekannt ist. Und einen Canyon. Dafür fehlt mir dann halt die Zeit (und der Canyon ist auch schon gesperrt wegen der Regen-Vorhersage).
Also, in Summe natürlich trotzdem sehr beeindruckend zu sehen. Es bleibt natürlich sehr schade, dass ich die Sterne hier nicht sehen konnte. Wobei ich da durchaus noch Hoffnung für schöne Sternennächte habe, insbes. wenn ich von Melbourne nach Sydney zurückreise. Also vielleicht klappt's ja noch mit der Milchstraße und mir. :)
Am Anfang noch ein wenig blauer Himmel, aber das war leider schnell vorbei und es hat begonnen zu regnen.
Hab vorher schon gelesen, dass es dort abnormal viele und penetrante Fliegen gibt. Habe natürlich in meiner unendlichen Bescheidenheit gedacht, dass das jawohl so schlimm nicht sein kann. Nach 15min draußen Rumlaufen war ich SO genervt. Die kennen echt nix und fliegen einem besonders gerne ums Gesicht herum.
Daher dann ziemlich schnell diese Investition… :)
Das Kata Tjuta Massiv. Ähnliche Formation, aber irgendwie deutlich weniger bekannt.
Heute dann unterwegs mit Herbert III. (durfte sich trotz fehlendem Motor so nennen).
Ich fand es schon interessant, am Weg entlang immer wieder Hinweistafeln über Kultur, Sagen und Leben der Aborigines zu lesen.
Fans den Text unten links z.B. sehr interessant. Sie kannten natürlich die wenigen nahezu immer gefüllten Wasserlöcher, genau wie die Tiere. Und haben dort stundenlang auf Emu-Herden gewartet und erst beim Abziehen der Herde sind sie in Aktion getreten. Und damit die Emus keine Angst vor dem Wasserloch bekommen, haben sie nur das Tier ganz hinten in der Herde mit ihren Speeren erlegt (was ja bedeutet, dass sie das sehr lautlos gemacht haben müssen).
Höhlenmalereien zur Vermittlung von Jagdtechniken und Sagen (man geht davon aus, dass die Aborigines den Kontinent seit ca. 60.000 Jahren besiedelt haben und bis vor knapp 200 Jahren waren sie ja ziemlich ungestört…).
Morgen geht es dann mit Zwischenstop in Melbourne nach Adelaide. Und dort geht's erstmal wieder um Wein... :)
Übrigens auch wieder ein Beispiel für meine Naivität in Bezug auf die Entfernungen in Australien... Adelaide und Melbourne sehen so nah aus. Dachte, das kann man doch bestimmt problemlos mit Bus oder Zug machen... Joa, der Zug braucht 11 Stunden, es sind gute 730km.
Und selbst so kurzfristig ist das Flugzeug dann echt günstiger als Zug (das ist aber auch einer der australischen Luxus-Touristenzüge) und Bus (der braucht sogar 12h).
So, nun habe ich euch wieder erfolgreich zugetextet. :)
Ich glaube, man merkt mir meine Begeisterung für Australien trotz kleinerer Zwischenfälle an und dadurch ist mein Erzähldrang irgendwie auch viel größer.
Mehr dann nach Adelaide und Melbourne! :)
Viele Grüße,
Steffen
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