Hallo Ihr Lieben,
nach einer Woche nun der erste Teil zu Australien. Das werden sicher so vier Teile in Summe.
Und was soll ich sagen? Ich war schon nach ein paar Stunden komplett verliebt in Sydney. Sooo eine tolle Stadt!
Am Ende bin ich eine ganze Woche dort gewesen. Was ja bei einem Monat Aufenthalt im ganzen Land schon ganz ordentlich ist. Unterbrochen nur von einem Ausflug und einer Übernachtung in den nicht weit entfernten Blue Mountains.
Aber mir war nie langweilig und ich hatte immer das Gefühl, dass ich noch x, y oder z machen und erkunden könnte. Bin auch einfach gerne durch die Stadt flaniert.
Ich fand die Stadt auch einfach sehr vielfältig. Meine Unterkunft für die ersten beiden Nächte war im Stadtteil The Rocks. Supercooles Viertel, wo man alte hafennahe Industriegebäude modernisiert und umgebaut hat zu Hotels, Wohnungen, Bars, etc. Direkt am Wasser gelegen mit Blick auf die Oper (bis zum Nachmittag stand da aber jeden Tag ein anderes Kreuzfahrtschiff davor und hat den Blick versperrt), die berühmte Hafenbrücke und Downtown. Dann gibt es eben Downtown, andere ehemalige Hafenviertel, den botanischen Garten und diverse an der Bucht gelegene kleinere Stadtteile. Und dann natürlich noch die ganzen Strände.
Ich persönlich fand‘s absolut großartig. Aber es sicherlich nicht jedermanns Sache. Es ist eben eine absolute Großstadt (fast 5,5 Mio. Einwohner).
Mich hat es tatsächlich sehr an New York bzw. an Manhattan erinnert.
Leider auch keine günstige Stadt, aber das war auch nicht zu erwarten. Wobei eine Australierin, mit der ich mich im Hostel unterhalten hatte, meinte, dass sich Australier das Leben in Australien schon ganz gut leisten können durch den hohen Mindestlohn.
Ich fand die Menschen dort auch auffällig gut gekleidet. Und man kann es nicht anders sagen. Es gibt dort unfassbar viele attraktive Menschen… :)
Die Leute dort sind absolut sportlich und einfach echt top in Form gewesen (beide Geschlechter). Und man merkt auch, dass die keine Lust haben, sich totzuarbeiten. Ab 15/16 Uhr sind die Leute aus den Büros geströmt und lieber noch in die Parks oder an die Strände. Aber versteht man bei der Umgebung natürlich auch, da ist einfach Vieles sehr viel anziehender als der Schreibtisch. :)
Nur das Wetter hat leider überwiegend nicht so mitgespielt. Es war oft grau. Aber trotzdem warm mit um die 28 Grad. Und man merkt schon auch wirklich das Ozonloch dort. Trotz bewölktem Wetter und keinen absoluten Rekordtemperaturen und jetzt bin ich ja schon etwas vorgebräunt. Mein Gesicht hat schnell gespannt, wenn ich es mal nicht eingecremt habe. Und an dem einen Strandtag war es gegen Mittag echt schwierig, überhaupt Schatten zu finden…
Hab die Lage der Stadt irgendwie auch falsch eingeschätzt. Sydney liegt bei 33 Grad südlicher Breite. Das ist subtropisch (gerade so). Pendants dazu auf der Nordhalbkugel wären Städte wie Bagdad, Casablanca und Dallas.
Auf jeden Fall war es dann fast ein bisschen schade, als ich nach einer Woche dann doch mal weiterziehen musste. Zum Glück hab ich am Ende nochmal zwei Nächte in Sydney. 😊
Hier einfach mal die Impressionen.
Das Hostel war mitten in The Rocks. Und direkt über einer Ausgrabungsstätte vom alten Hafenviertel. Das Hostel wurde quasi auf Stelzen über der Ausgrabungsstätte gebaut. Oben links sieht man die Dachterrasse vom Hostel.
Schlendern durch The Rocks.
Hinter dem Schiff kann man ansatzweise das Opernhaus sehen.
Die Aussicht von der Dachterrasse von meinem Hostel (die Kreuzfahrtschiffe sind am späten Nachmittag immer weg).
Am zweiten Tag bin ich mal auf den Sydney Tower hoch, dem höchsten Gebäude von Sydney mit 309m und einer Aussichtsplattform auf 251m.
Auch da sieht man immer wieder mal ganz gut, wie sich alte und neue Gebäude total vermischen. Manchmal wurden neue Teile auch einfach auf alte Gebäude „draufgesetzt“.
Hier schaut man dann über diverse Stadtteile in Richtung Pazifik…
So können Einkaufszentren auch aussehen… :o (die Läden waren aber nicht meine Preisklasse)
Im botanischen Garten…. habe da später auch einen geführten Spaziergang mit einigen Hintergrundinfos zur Kultur und Geschichte der Aboriginees. Sehr interessant, aber scheinbar gibts da auch noch viel zu tun. Der Führer hat da ganz schön seinen Frust rausgelassen, wie immer noch mit dem Erbe, den Traditionen und dem Wissen der Aboriginees (nicht) umgegangen wird.
Die Bilder sind daher von zwei verschiedenen Tagen.
Dank mehrerer Hinweise auf mein Bild in Whatsapp weiß ich nun, dass das Kakadus sind (die aber immerhin scheinbar zur Familie der Papageien gehören). ;)
Bin dann auch mal mit der Fähre durch die Bucht gefahren und an der Rose Bay wieder ausgestiegen. Gehört immer noch zu Sydney, aber wirkt schon ganz anders. Hat nen eigenen Strand und wirkt recht gediegen.
Am Freitag war dann endlich mal besseres Wetter und dann bin ich auch mal Richtung Strand gegangen. Es gibt am Pazifik entlang einen Weg, der diverse schöne Strände miteinander verbindet. Den bin ich ein wenig abgelaufen und dann auch mal an einem Strand geblieben. Bin dann noch weiter zum sehr berühmten Bondi Beach (da wo im Dezember leider auf Juden geschossen wurde, die dort Hanukkah gefeiert haben). Der war aber nicht so meins. Zu groß, zu voll und vor allem echt überhaupt gar kein Schatten. Bin dann zurück zu nem kleineren Strand und natürlich auch ins Wasser. Man versteht schon, warum das ein Surfer-Paradies ist. Echt ordentliche Wellen und Strömungen. Man muss schon gucken, dass man sich von den Wellen Richtung Ufer schieben und danach nicht zu sehr rausziehen lässt, wenn man das Wasser wieder verlassen möchte. Überall am Strand übrigens WLAN bzw. gutes mobiles Netz und überdachte kleine Hütten (wie so Picknick-Hütten bei uns an Wanderwegen). Und dann sitzen die Leute da mit ihren Laptops und arbeiten ein wenig, damit sie danach schneller an den Strand oder ins Wasser oder aufs Surfbrett können. Das ist mal n Büro… :)
Mir war auch nicht bewusst, was für steile Klippen es da teilweise hat. Echt eine beeindruckende Kulisse. Allgemein ist Sydney hügeliger als erwartet. Hab mir immer mal n Fahrrad ausgeliehen und war froh, dass das eBikes waren. :)
Das ist mal n cooles Schwimmbecken… :)
Muss im Grunde pures Salzwasser gewesen sein, so oft wie die Gischt da volle Kanne reingeschwappt ist.
Zum Schluss noch ein paar Bilder von Sydney bei Nacht, ebenfalls von verschiedenen Orten aufgenommen. :)
Also, ich kann gar nicht oft genug sagen, wie gut mir Sydney gefallen hat. So ein toller Mix aus kosmopolitischer Stadt und Metropole, tollen Bars, Cafés und Restaurants, schönen und entspannten Ecken und dann auch noch mit wirklich schönen Stränden. Absolut großartig für mich. :)
Zwischendurch war ich ja auch noch in den Blue Mountains. Die sind grad mal zwei Stunden mit dem Zug entfernt. Und die waren landschaftlich auch sehr beeindruckend. Hatte Glück mit dem Wetter. Bin recht früh am Morgen zu einem bekannten Aussichtspunkt, da war alles noch sehr mystisch-wolkenverhangen. Bin dann einen Wanderweg an der Klippe entlang, die hat echt immer wieder tolle Aussichten gehabt. Und irgendwann ist es echt auch aufgeklart mit schönem blauen Himmel.
Nur der Ort, in dem ich übernachtet hab, war echt gar nicht toll. Der hat seine besten Zeiten echt hinter sich und wirkte sehr runtergekommen und abgewohnt. Aber landschaftlich toll! Hat was vom Elbsandsteingebirge, finde ich.
Exakt gleicher Aussichtspunkt, 8 Minuten Abstand. :)
Tut mir leid, dass das jetzt wieder so lang geworden ist. :)
Aber mich hat Sydney wirklich begeistert und ich habe mir ja auch viel angeschaut. Fand es schon richtig schade, dass ich die Reise irgendwann auch mal fortsetzen musste. Musste mich zwischendurch in Sydney auch echt bremsen. Nach drei Tagen und dann den Blue Mountains hatten mir einfach echt tierisch die Füße weh getan. ;)
Ich bin dann Samstag Vormittag weiter an den Ort Sunshine Coast geflogen. Hier ist dank einem weiter nördlich entlanglaufenden Zyklon leider gar nichts „sunny“… :)
Aber gut, das gehört wohl auch dazu. Dafür hatte ich jetzt gut Zeit für den Blog.
Also, Sydney war für mich ein mega Start in Australien. Bin sehr gespannt und voller Vorfreude auf das, was da noch kommt. :)
Wünsche euch weiterhin eine gute Zeit. Scheinbar kommt ja mal der erste Frühling bei euch an. Genießt es! :)
Euer Steffen
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