Palawan, Manila und Abschied von den Philippinen

Veröffentlicht am 28. Februar 2026 um 11:55

Hallo Ihr Lieben,

 

nun ist es schon so weit. Ich nutze jetzt die Zeit bis zum Abflug noch für diesen Beitrag und dann geht's bald los. :)

 

Daher wird es nun vor allem Zeit für den Bericht zu Palawan (zu Manila gibt es nicht sooo viel zu sagen :)) und natürlich ein Fazit nach zwei Monaten auf den Philippinen.

Vorab: Palawan hat mir wirklich gut gefallen, da würde ich definitiv nochmal hin.

Und keine Sorge: Diesmal sind es vor allem Bilder, die den Artikel so lang machen. :)

 

Hier mal die Reiseroute. Mit dem Flieger bin ich von Cebu auf die Insel Busuanga ganz im Norden von Palawan geflogen und habe mich in Coron Town aufgehalten. Da ich dort nochmal tauchen und Ausflüge machen wollte, war ich dort fünf Tage.

Dann geht es für vier Stunden mit der Fähre von Coron nach El Nido auf der Hauptinsel.

Weder von dort noch von Coron konnte ich aber nach Manila fliegen. Daher musste ich dann am Donnerstag 6,5 Stunden mit dem Bus nach Puerto Princesa fahren, um von dort nach Manila fliegen zu können (ich wusste nicht, dass die Busfahrt SO lange dauert…).


Palawan gilt als DER Hotspot der Philippinen schlechthin. So ziemlich jedes Werbefoto zeigt gefühlt zu 98% einen Ort auf Palawan.

Ich selbst war am Anfang gar nicht so begeistert. Vermutlich weil auch die Stadt Coron einfach keinen Schönheitspreis gewinnen wird.

Die Stadt hat aber drei Vorteile:

- die gegenüberliegende Insel Coron (die Stadt Coron liegt komischerweise nicht auf der Insel Coron) ist landschaftlich sehr beeindruckend mit Karstfelsen und wunderschönen Lagunen

- Man kann dort sehr gut tauchen, die Riffe sind intakt. Und vor allem haben die Amerikaner dort im Zweiten Weltkrieg eine ganze japanische Flotte versenkt. Bekannt ist Coron daher vor allem für Tauchen an und in Schiffswracks.

- Wer es mag: Die Stadt hat eine wirklich coole Bandbreite an Cafés, Bars (wieder mit richtig toller Livemusik) und Restaurants.

 

Die ersten beiden Tage bin ich tauchen gegangen. Erst drei Tauchgänge bei den Schiffswracks und am zweiten Tag an diversen Riffen. Hatte ein bisschen Sorge, dass die Riffe nicht so toll sind bei all dem Bootsverkehr. Und wenn man immer nur von Wracktauchen liest, lässt das bezüglich der Riffe ja irgendwie nicht so Gutes erahnen. Die waren aber doch recht intakt und schön farbenfroh.

Hat Spaß gemacht! Aber ja, das Highlight sind die Wracks. Eines der Wracks hat man sogar schon vom Boot aus gesehen (s. drittes Bild).


So, jetzt kommen aber endlich die Unterwasserbilder. ;)


Den Tag danach habe ich gechillt, danach einen Ausflug gemacht und am letzten Tag nochmal gechillt.

Hier mal Eindrücke von der Stadt und von der Aussicht aus der Stadt heraus (war z.B. zum Sonnenuntergang auf einem Hügel über der Stadt).


Von Coron aus kann man verschiedene Touren zur Insel Coron machen. Entweder Tour A, die grob die eine Hälfte der schönen Orte abdeckt (immer ein Mix aus Schnorchel-Möglichkeiten, Lagunen, Felslandschaften und Stränden), Tour B die andere Hälfte.

Oder man macht die Ultimate Tour, die die Highlights aus den beiden einzelnen Touren zusammen in einen Tag quetscht. Da ist man dann aber nochmal an drei Stationen mehr und die Tour dauerte nur eine Stunde länger. Habe mich daher wieder für „weniger ist mehr“ entschieden und Tour B gewählt, weil die auch zum mutmaßlich beeindruckenden Barracuda Lake führt.

Ich muss auch sagen: Die Tour war super und eigentlich alle Landschaften um diese Insel herum absolut beeindruckend. Hohe, steile Karstfelsen mit dichtem Urwald bewachsen, schöne und einsame Strände und absolut traumhaftes Wasser mit türkisen Lagunen und intakten Riffen.

Anne hat es beim Anblick der Bilder in meinem WhatsApp-Status auf den Punkt gebracht: Die Halongbucht in schön. ;)

Also, das war wirklich spektakulär. Habe mir dann an dem Tag auch ein Kajak gemietet und an manchen Stellen konnte man dann mal rumpaddeln. Waren auch allgemein nie zu lang und nie zu kurz an einem Ort. Hat einfach echt gepasst.


Ich hab beim Schnorcheln immer mal versucht, mit der GoPro genau die Wasserlinie zu erwischen und somit die Objekte über UND unter der Wasseroberfläche draufzubekommen. Das hier war definitiv einer der besten Versuche. ;)


Hier nun der Barracuda Lake. Der ist tatsächlich von Felsen umringt, hat aber scheinbar eine unterirdische Verbindung zum Meer. Daher vermischen sich drin Salzwasser und Frischwasser von den Bergen. Und vor allem gehen die Felswände aber einfach glatt 90 Grad abwärts, sowohl über als ich unter Wasser. Fand ich wirklich beeindruckend zu sehen.


Letzter Abstecher der Tour…


Danach ging es wie gesagt mit der Fähre nach El Nido. Satte vier Stunden, aber zum Glück recht komfortabel. Die See war ruhig, es gab WLAN an Bord, einen kleinen Snack-Verkauf und natürlich schöne Aussichten während der Fahrt.

El Nido selbst scheint NOCH touristischer und überlaufener zu sein als Coron, soll irgendwie ähnlich und doch anders sein.

Trifft es ganz gut. Leider hatte ich nur 2,5 Tage für El Nido, da ich hier auch eher nicht nochmal tauchen gehen wollte. Aber irgendwie habe ich mir auf den 5min Fußweg vom Pier zum Hotel schon gedacht, dass 2,5 Tage einen Tag zu wenig sein könnten. Irgendwie fand ich die Einbettung des Ortes mitten in die Karstfelsen und den „Vibe“ des Ortes auf Anhieb sehr cool.

 

Ja und dann… Hat mich erstmal der Burger vom Vorabend in Coron eingeholt. Gott sei Dank hat das nicht schon auf der Fähre angefangen...

Ich war dann irgendwann am späten Nachmittag gegenüber in einem Café, um einen Pfefferminztee zu trinken. Hab‘s dann nicht mehr in mein Zimmer und nicht mal mehr ins Hotel-WC geschafft und mich einfach mal in den Lobby-Gang vom Hotel erbrochen…

Zum Glück haben die Hotelmitarbeiter wirklich super reagiert. Haben mir Wasser gegeben, blitzschnell sauber gemacht und haben auch in den Stunden und am Tag danach immer wieder gefragt, wie es mir geht und ob ich was brauche.

Hatte dort zum Glück auch ein recht gemütliches Zimmer (konnte man von Malapascua und Coron jetzt nicht behaupten). Denn den nächsten Tag hab ich mich dann echt noch nicht getraut, eine Tour oder einen Ausflug zu machen. Hab lieber geschaut, dass ich langsam wieder das Essen anfange und mich regeneriere. War echt nicht so toll.. :)

 

Eine organisierte ganztägige Inselhopping-Tour habe ich mir dann auch für den letzten Tag nicht so richtig getraut.

Daher habe ich mir dann lieber nochmal einen Roller gemietet, bin an einen wirklich wirklich schönen Strand und zum Sonnenuntergang gefahren.

Also, in El Nido hatte ich dann definitiv zu wenig Zeit. Da hat es mir so gut gefallen und auch die Landschaft drumherum wirkte toll. Ich brauche jetzt nicht tagelang nur Strand. Aber da konnte man es echt ne Weile am Strand aushalten. Schade, dass dann also zur knappen Zeit auch noch Pech hinzukam.

Ironischerweise war es hier auch mit am Leichtesten, Leute kennenzulernen... Hat wohl nicht sollen sein. ;)


Auch die Landschaften, die ich dann so auf der Busfahrt von El Nido nach Puerto Princesa gesehen habe, fand ich reizvoll. Reisfelder, tiefer dunkelgrüner Dschungel, markante Berge und immer wieder auch traumhaftes Meer.

 

Hier ein paar Impressionen. Schon witzig, dass Motorräder hier echt überall mitgenommen werden. Die Fähre war ja schon krass. Aber im Gepäckfach vom Bus?


Wenig überraschend also mein Fazit: Palawan würde ich sofort wieder machen und dann auch mehr Zeit einplanen. Viele Teile der Insel habe ich ja gar nicht gesehen. Und wenn man dann noch bedenkt, dass von Puerto Princesa aus die Liveaboards (also die Tauch-Ausflüge mit Übernachtung auf dem Schiff) zum Tubbataha-Riff ablegen, dem scheinbar mit Abstand besten und spektakulärsten Riff der ganzen Philippinen, dann ist Palawan echt ne Reise wert.

Leider ist Palawan dadurch aber auch deutlich teurer. Hier hat einfach alles locker doppelt so viel gekostet wie in Moalboal. Es war halt auch absolute Spitzensaison, da zu dem Zeitpunkt auch das chinesische Neujahrsfest war und auch für die Chinesen sind die Philippinen wohl ein beliebtes, günstiges Urlaubsziel.

 

Jetzt bin ich noch zwei Tage in Manila gewesen. Die Stadt hat ja ihren Ruf als Moloch irgendwie weg.

So schlimm fand ich es jetzt nicht, aber ich hab mich auch nur in einem sehr guten und modernen Viertel aufgehalten. Das besteht aus unendlich vielen Wolkenkratzern zum Arbeiten und Wohnen, Bars, Restaurants und Einkaufszentren.

Da darf man sich dann auch nicht täuschen lassen. Es muss hier absolut elendige Slums geben, viel Prostitution, etc. In Cebu City hatte ich schon Kinder auf einer Pappe auf der Straße schlafen sehen...

Wollte eigentlich gerne noch einen Ausflug zum Vulkan Pinutubo machen. Der war aber schon ausgebucht und scheinbar fahren die schon nachts um zwei Uhr oder so los, weil sie vier Stunden dorthin brauchen. Vielleicht ganz gut, dass das ausgebucht war. :)

War hier jetzt einfach nochmal entspannt beim Friseur, ner langen Massage und habe heute mal ein bisschen nach Klamotten geschaut. Donnerstag war ich noch in ner Weinbar und bin dort irgendwie mit ner total lustigen 3er Gruppe Filipinos/Filipinas versackt, war n sehr witziger Abend. :)

 

Das hier ist ein reines Wohnhaus... :o


Bin dann zum Sonnenuntergang nochmal auf eine Dachterrassen-Bar, um von dort den Sonnenuntergang anzugucken. Heute war nämlich auch echt ganz gute Sicht in Manila.

 

Jetzt ist natürlich die Frage… Was ist denn mein Fazit insgesamt zu den Philippinen? Am Ende war ich hier ja doch ganze zwei Monate hier, also ein Drittel vom Sabbatical.

Ich bin ziemlich hin- und hergerissen in Summe.

Es gibt natürlich einige positive Aspekte:

1. Die Philippinen sind schlicht und einfach als Urlaubsland nicht teuer. Die zwei Monate hier haben mich (ohne den Divemaster, aber mit Tauchgängen zum Spaß) mit allem Drum und Dran knapp 4.400 Euro gekostet. Also so 550 EUR pro Woche. Und da würden die Unterkünfte natürlich bei zwei Personen wieder deutlich weniger ins Gewicht fallen. Man muss aber natürlich auch dazu sagen, dass Moalboal das sehr drückt durch die Langzeitmiete und vergleichsweise viel selber kochen. Palawan und Manila fand ich jetzt nicht so ultragünstig. Zumal ich dort teilweise jetzt wirklich keine prallen Unterkünfte hatte.

2. Das Land ist natürlich sehr vielfältig und ich habe nur einen Bruchteil gesehen. Diejenigen, die z.B. suf Siargao, Bohol oder Siquijor waren, haben alle ziemlich geschwärmt. Boracay soll auch toll sein. Und im Norden von Manila gibt's ja auch noch sehr beeindruckende Reisterrassen.

Und es soll ja noch sehr viele tolle Orte zum Tauchen geben. Süd-Leyte, Donsol, das Apo Riff, das Tubbataha-Riff, etc.

3. Die Menschen sind supernett, freundlich und lustig. Ein großer Vorteil ist, dass wirklich fast jeder hier sehr gutes Englisch spricht. Und das hilft ja auch sehr.

4. Es gibt sehr viel erstaunlich gutes, westliches Essen. Man bekommt wirklich gute Pizzen, gute Burger (Ausnahmen bestätigen scheinbar die Regel…) und sogar richtig gutes mexikanisches Essen. Die Frage ist natürlich: Reist man deswegen nach Südostasien?

5.  Palawan! :)

 

Aber mich haben auch einige Dinge genervt oder gestört.

1. Ich habe, seit ich sie hatte, wirklich jede Nacht mit Ohrstöpseln geschlafen (und vorher hatte ich sie schmerzlich vermisst). Das hatte ich echt noch nie. Die Filipinos lieben laut knatternde Motorräder und die Fenster sind sehr schlecht bzw. nicht isoliert. Spätestens ab 5 Uhr morgens und je nach Lage auch viele Hühner und Hunde, die scheinbar zum Morgenappell rufen.

2. Manchmal fühlt man sich wie in Kuba. :) Irgendwas ist immer aus in den Bars oder Restaurants. Da wirbt eine Bar mit Craft Bier, das ist aber alles aus und es gibt nur das normale lokale Bier. Vom Essen ist immer irgendwas nicht vorhanden. Bis hin zum ja wirklich kritisch relevanten Joghurt beim Griechen in Moalboal. :)
Das kann ja auch echt passieren. Aber es war hier schon auf nervige Art üblich/normal.

3. Die Reisezeiten innerhalb des Landes sind enorm und das Reisen durchaus auch anstrengend dadurch.

4. Überall, wo es schön ist, werfen die Philippinen gefühlt alles drauf, was nur geht und quetschen lieber heute als morgen einen Dollar mehr an Einnahmen heraus. Ich kann das auch gar nicht verurteilen. Es ist noch immer ein sehr armes Entwicklungsland und sie wollen ihren Teil vom Kuchen. Und sie brauchen Geld, um die Lebensumstände zu verbessern. Aber wenn ich an die Bruchbuden auf Malapascua denke, frage ich mich schon, was wirklich bei den Leuten ankommt. Und auf mich wirkt es nicht langfristig gesund, wenn all diese Menschenmengen auf die Natur, die Tiere und die Meeresbewohner einströmen. Frage mich schon, wie es der Natur hier in zehn Jahren wohl gehen wird.

In Summe würde ich persönlich wohl insbesondere nochmal nach Palawan reisen und/oder an anderen Orten tauchen gehen.

 

Irgendwie hatte ich dann jetzt auch erstmal genug Südostasien gehabt und nochmal Bock auf ein cooles, vielfältiges, eher westliches Land.

Ich werde daher den ganzen März in... AUSTRALIEN verbringen. :))))

Am 01. März komme ich in Sydney an, am 31. März fliege ich von dort zurück nach Manila. Hatten den Heimflug von Manila aus schon gebucht als ich noch dachte, ich bin dort die ganze Zeit. 
Ich hab tatsächlich fast nichts gebucht und muss auch gucken, dass ich es nicht überfrachte. Australien ist ja riesig. Grundsätzlich komme ich erst mal in Sydney an für ein paar Tage und muss mich da mal etwas sortieren.

ich möchte auf jeden Fall am Great Barrier Reef tauchen gehen und gegen Mitte März möchte ich gerne am Uluru / Ayers Rock sein. Dann ist fast Neumond und das dürfte zum Sternegucken nochmal ziemlich fantastisch werden. Und die zweite Hälfte des März möchte ich dann grob von Aidelaide über Melbourne (zwischen den beiden Städten liegen die meisten Weingüter...) und weiter zurück nach Sydney reisen. Immer am Meer entlang...

 

Habe bisher nur die ersten beiden Nächte in Sydney gebucht und die haben mich schon mal sehr geerdet. :D

Ein eigenes Zimmer im Hostel hätte 213 EUR pro Nacht gekostet. Jetzt gehe ich tatsächlich nochmal in einer 4er Schlafsaal für die beiden Nächte. Und selbst das kostet noch 71 EUR pro Nacht.

Ich komme dann endgültig pleite wieder... :)

Aber wird bestimmt geil und ich freu mich tierisch auf Australien. :)

 

Ich freu mich daher schon sehr auf meine kommenden Reiseberichte. :)

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