Abschluss: Gesamtfazit und Gesamtkosten

Veröffentlicht am 6. April 2026 um 10:51

Hallo Ihr Lieben!

 

Ich hoffe, ihr hattet bisher ein schönes und erholsames Oster-Wochenende.

Viele Grüße aus dem dem Zug von Berlin nach München!

Meine Wind- und Temperaturtoleranz und mein Magen sind irgendwie noch nicht so ganz angekommen... ;)

Sind  halt einfach mal mehr als 20 Grad Celsius weniger als in Manila und dabei war das Oster-Wochenende jetzt ja gar nicht mal schlecht (zumindest in Berlin). Und irgenwie schlagen sich Jetlag und Co. grad leider arg auf meinen Magen nieder. Bin auch tatsächlich noch nicht ganz ideal in der Zeitzone angekommen, obwohl ich Freitag gut bis 22 Uhr durchgehalten und am Samstag bis 6 Uhr geschlafen habe.

Na ja, wird schon noch...

 

Tja, nun ist das Sabbatical rum. Sechs Monate sind wie im Flug vergangen.

Und somit wird es ja doch nochmal Zeit für ein Fazit zu den sechs Monaten.

Dabei möchte ich aber nicht alles wiederholen, was ich beim Halbzeit-Fazit schon geschrieben hatte.

Und ich kann sicherlich auch noch nicht beanworten, ob das Sabbatical jetzt irgendwas bei mir oder in meiner Lebensführung, in meinen Werten, o.ä. verändern wird. Das wird sich vermutlich erst mit der Zeit zeigen.

Ich werde auch kein Ranking der Highlights vornehmen mit DEM EINEN Moment oder so. Das geht für mich irgendwie gar nicht richtig.

 

Die wesentlichen Eindrücke, die mir spontan einfallen:

- Es ist natürlich ein absolutes Privilig des machen zu können. Es gibt so viele Menschen, die noch nie ihr Land verlassen haben oder noch nie in einem Flugzeug gesessen haben. Und ich bin ja nun tatsächlich am Ende einmal um die Welt geflogen. Dass das geht und dass mir das möglich war, ist schon irre.

- Ich frage mich natürlich schon, was ich für mich im Alltag und in den kleinen Dingen so mitnehmen und anwenden kann. Jedes Mal, wenn ich aus einem weiter entfernten Land nach Deutschland zurückkomme, bin ich überrascht (erschrocken?), wie ungeduldig und hart wir zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen sind und wie wir auf unser Land schauen und immer was zum Meckern haben. Worüber wir uns alles in höchster Emotionalität und Ernsthaftigkeit beklagen können, ist vermutlich ziemlich einmalig. In nahezu allen Ländern, in denen ich jetzt war, haben die Menschen definitiv sehr viel weniger und lachen und lächeln trotzdem mehr. Die Leute dort beklagen und beschweren sich auch. Aber über ein ganz anderes Fundament und viel weniger dramatisch (und auch einfach viel weniger).

- Ich freue mich jetzt tatsächlich auch mal wieder auf einen strukturierteren Alltag. Auch wenn man sich natürlich ans "nicht arbeiten" sehr schnell gewöhnt. ;)

- Ich habe so oft gehört, dass das Wetter ungewöhnlich ist und dass die Menschen die Auswirkungen des Klimawandels wirklich spüren und erleben. Das stimmt sehr nachdenklich, denn das Thema ist gefühlt in der Priorität sehr stark runtergerutscht

 

Würde ich ein Sabbatical nochmal machen? Definitiv und zum spätestens zum 50. Geburtstag kann ich das hoffentlich auch machen! ;)

Aber vermutlich nicht nochmal alleine für sechs Monate. 2-3 Monate, denke ich, gehen immer. Und dann würde ich mich auch eher auf eine Region oder einen Kontinent fokussieren.

 

Selbst wer den Blog völlig bekifft gelesen hat, wird immer noch wissen: Nach Australien würde ich sofort wieder! Eher noch länger als einen Monat und da müsste man echt ordentlich für sparen. Aber das war ein mega Highlight zum Schluss.

Argentinien würde ich auch sofort wieder machen, dann aber mit Patagonien. Hat mir aber auch richtig gut gefallen.

Vielleicht hätte ich mehr Länder bereisen sollen, deren Name mit "A" beginnen? :)

Mir fallen da aber nur so Perlen wie Angola, Andorra, Armenien und Aserbajjan ein...

Palau würde ich zum Tauchen auf alle Fälle nochmal machen (auch dafür muss man aber dummerweise echt sparen...) und nochmal tauchen und vielleicht surfen und andere Inseln der Philippinen sehen, kann ich mir grundsätzlich schon auch vorstellen.

 

Meine persönlichen Highlights:

- Meeting of the Rivers am Amazonas

- Iguazu-Wasserfälle

- der Sonnenuntergang über Rio de Janeiro vom Zuckerhut aus

- Segeln vor Buenos Aires bei Sonnenuntergang

- Steak-Menü im "El Fogon" in Buenos Aires

- Die Anden sehen

- die Sterne in der Atacama-Wüste

- Tauchen mit Mantarochen auf Palau und allgemein das Tauchen dort

- Sonnenaufgang über Angkor Wat mit Anne

- Abschluss des Divemaster

- Palawan, insbes. El Nido

- Sydney

- Surfkurs in Byron Bay

- die Natur und die Tiere während meines Campervan-Trips von Melbourne nach Sydney

 

Bräuchte ich definitiv nicht wieder:

- Tango-Show in Buenos Aires

- Vietnam

- sich übergeben in der Hotellobby in El Nido... :)

 

Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Glück mit dem Wetter gewünscht. Der Februar auf den Philippinen war nicht so doll und in Australien hatte ich da mitunter ja auch Pech. In der Atacama-Wüste war es auch ganz schön knapp, ob die Sternetour stattfinden kann. Und in Brasilien hat es da, wo wir die Strände genießen wollten, ja auch viel geregnet.

Und mehr Reisebegleitung / weniger alleine reisen wäre natürlich beim nächsten Mal auch ein Thema. 

 

Zu den Kosten:

Die Gesamtkosten für mein Sabbatical liegen aufgerundet bei 42.000 EUR... Schon ne irre große Zahl... Die Zahl war ja zur Halbzeit schon ordentlich hoch. Die Philippinen, insbes. der Januar, haben den Schnitt dann natürlich ziemlich gedrückt. Aber mit der Entscheidung für Australien war klar, dass ich sehr pleite wiederkomme. ;)
Aber das war es wert! Ich bereue da nichts.

- 28,5% der Kosten entfielen auf Transport, also Flüge, Schiffe, Busse und Taxis (Australien war da natürlich auch nicht hilfreich mit der Größe des Landes, da kamen nochmal einige Flüge dazu)

- 34,7% der Kosten entfielen auf Unterkünfte (da hat Australien definitiv auch nochmal reingehauen)

- 15,05% der Kosten entfielen auf Vor-Ort-Verpflegung (Lebensmittel, Bars, Restaurants, Wäsche und Friseur), insbes. in der zweiten Hälfte habe ich aber auch wirklich geschaut, regelmäßig selber zu kochen bzw. mein Essen zuzubereiten (kann ja auch Müsli zum Frühstück sein)

- 9,86% der Kosten entfielen auf das Tauchen (da kommen aber noch über 1.000 EUR hinzu für das Divemaster-Training, aber das hab ich nie zu den Sabbatical-Kosten gezählt)

- 10,41% der Kosten entfielen auf Ausflüge und Aktivitäten

- 1,48% der Kosten entfielen auf Vorbereitung und Sonstiges (eSims, Reiseführer, Packwürfel für den Rucksack, VPN-Software, etc.)


Wo wir schon bei Zahlen, Daten, Fakten sind:

Im Schnitt bin ich in den sechs Monaten jeden Tag knapp über 9.000 Schritte gelaufen.

Im ersten Moment fand ich das sogar überraschend wenig. Die vier Wochen in Fiji und Palau sowie der Januar mit dem Divemaster ziehen den Schnitt halt massiv runter. Der Schrittzähler kann ja das Tauchen nicht berücksichtigen.

Ich hab, glaube ich, auch ganz schön abgenommen und Körperfett abgebaut. Muskeln hab ich aber in Summe auch eher nicht aufgebaut.

Der große Unterschied ist vermutlich einfach, dass ich nicht fünf Tage pro Woche 8-10 Stunden am Schreibtisch gesessen habe. Und grad in den Großstädten hab ich schon ganz schön viele Schritte gemacht. :)

 

Tja, das war es dann also erstmal.

Ich hoffe, ihr hattet viel Freude beim Lesen des Blogs. Ich freue mich darauf, euch alle bald wiederzusehen. Lasst es euch gut gehen und genießt den Frühling. Der kommt definitiv, jetzt wo ich da bin. ;)

 

Viele Grüße,

Euer Steffen

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